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Wertpapiere für jeden zweiten Vorarlberger unbekannt

16. April 2013 | 11:08 Autor: Sparkasse Vorarlberg

Dornbirn (A) Das spontane Wissen, was Wertpapiere sind, liegt hierzulande auf niedrigem Niveau. „Vorarlberg ist eine Region der Sparbuchsparer, das ist hinlänglich bekannt. Dass aber fast jeder Zweite kein einziges Beispiel für ein Wertpapier nennen kann, zeigt, wie wichtig ein Ausbau des Finanzwissens im Ländle ist“, so Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen.

Während im Österreich-Schnitt immerhin 48 % die Aktie als eine Form der Wertpapiere nennen konnte, waren es in Vorarlberg nur 42 %. Anleihen kamen 19 % der Vorarlberger in den Sinn,  Fonds 16 %. Alle anderen Arten sind spontan kaum noch präsent. Nennt man den Befragten allerdings verschiedene Wertpapierarten, sagen so gut wie alle Vorarlberger, dass sie schon einmal von Aktien (94 %), die meisten auch Anleihen (80 %) gehört haben, wenngleich sie die Begriffe nicht erklären können.

Finanzwissen konkret
Aktien sind Anteile an einem Unternehmen. Das wussten immerhin 44 %. Ganz anders schon bei Anleihen, die dem Inhaber das Recht auf Rückzahlung eines eingezahlten Betrages samt vereinbarter Verzinsung verbriefen: Diese werden, wenn überhaupt, nur mit Staatsanleihen in Verbindung gebracht (13 %). Mehr als die Hälfte hat jedoch keinen Begriff davon, was eine Anleihe ist (56 %). Damit zeigen sich die Vorarlberger deutlich uninformierter als der Österreich-Schnitt (46 %). Das Wort Investmentfonds haben sogar mehr als zwei Drittel (67 %) noch nie in ihrem Leben gehört. Ebenso hinterlässt der Begriff des Fondssparens bei  39 % Ratlosigkeit.

Image von Wertpapieren
Was die eigene Einschätzung zum Thema Wertpapiere betrifft, so sind die Vorarlberger ganz offenbar in einer Zwickmühle: 73 % geben zu, sich zu wenig auszukennen. Gleichzeitig ist aber die Hälfte (50 %) der Befragten überzeugt, dass Wertpapiere zu einem guten Anlagemix dazu gehören. „Offensichtlich verunsichert zu geringes Finanzwissen die Menschen bei ihren Anlagestrategien“, so Böhler weiter. Wie in Österreich insgesamt ist auch in Vorarlberg ein Fünftel der Bevölkerung Wertpapieren gegenüber positiv eingestellt (20 %). Die große Mehrheit (49 %) nimmt eine neutrale Haltung ein. Fast ein Drittel steht Geldanlagen in Form von Wertpapieren jedoch negativ gegenüber (30 %).

Nur ein Fünftel der befragten Vorarlberger fühlt sich selbst beim Thema Wertpapiere gut informiert (20 %), mehr als die Hälfte jedoch nur mangelhaft. Deshalb bekräftigt Böhler: „Es ist eine wichtige Aufgabe der Banken, Finanzthemen gut zu erklären und über Chancen sowie Risiken ehrlich aufzuklären.“

Niedrigzinsen erfordern „Neudefinition“ des Begriffes Sparen
Die Leitzinsen der Notenbanken werden auch in den kommenden Jahren niedrig bleiben. Da sind sich die meisten Experten durchwegs einig. „Das Wichtigste ist, dass man sich wirklich gut überlegt, wie man den Wert des Ersparten langfristig am besten erhalten kann und was man bereit ist dafür zu tun“, so der Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Aktuell parken die Österreicher über 54 Mrd. Euro  als täglich fällige Einlagen. Wer neben ausreichend liquiden Mitteln am Sparbuch noch Geld zur Verfügung hat, sollte sich im eigenen Interesse mit dem Thema Wertpapiere beschäftigen. Gute Beratung ist deshalb unerlässlich. Das wissen auch die Vorarlberger, die ihre Bankberater als Top-Informationsquelle (86 %) in Sachen Wertpapiere nennen.

Krisen gut überstehen
Den meisten Österreichern ist durchaus bewusst, dass Wertpapierinvestments eher für mittel- (48%) und langfristige (45%) Zeiträume genutzt werden sollten. Ob in der Ölkrise 1973 oder in der letzten Finanzkrise 2008: Jene Anleger, die ihr Vermögen breit gestreut hatten, konnten die beste Performance erzielen. Eine umfassende Vermögensaufteilung minimiert das Gesamtrisiko der Veranlagung, reduziert die Wertschwankungen und erhöht das langfristige Erfolgspotenzial. Das Thema Risiko spielt dabei immer eine Rolle. Denn acht von zehn Vorarlbergern geben an, bei der Geldanlage eher sicherheitsorientiert zu sein. Nur 13 % sehen sich als risikobewusst.

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