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Wolford AG: Deutlich positiver operativer Cashflow und anhaltend solide Bilanzstruktur

18. Juli 2014 | 08:55 Autor: Wolford AG Vorarlberg

Wien/Bregenz (A) Die an der Wiener Börse notierte Wolford AG gibt am 18. Juli 2014 die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2013/14 bekannt. Diese Ergebnisse liegen im Rahmen der vom Unternehmen zuletzt gegebenen Guidance. Der währungsbereinigte Umsatz konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. Mai 2013 bis 30. April 2014) um rund 1% auf 157,90 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr: 156,47 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der negativen Währungseffekte von rund 2 Mio. EUR sank der ausgewiesene Konzern-Umsatz leicht um 0,4% auf 155,87 Mio. EUR.

Die um nicht wiederkehrende Effekte bereinigten operativen Ergebnisse lagen auf Vorjahresniveau: das bereinigte EBITDA belief sich auf 7,11 Mio.
EUR (Vorjahr: 7,90 Mio. EUR) und das bereinigte EBIT erreichte -0,97 Mio. EUR
(Vorjahr: -0,91 Mio. EUR). Trotz nicht wiederkehrender Aufwendungen von 3,76 Mio. EUR im Zusammenhang mit der strategischen Refokussierung weist Wolford ein Ergebnis nach Steuern von -2,81 Mio. EUR aus, das ebenfalls auf Vorjahresniveau liegt (Vorjahr: -2,76 Mio. EUR). Durch die konsequente Optimierung des Working Capital erwirtschaftete Wolford einen deutlich positiven operativen Cashflow von 6,30 Mio. EUR (Vorjahr: 6,31 Mio. EUR) und verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 54 % (30.4.2013: 55%) über eine anhaltend solide Bilanzstruktur. "Für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 strebt Wolford den operativen Turnaround an. Dazu setzen wir alle Maßnahmen der strategischen Refokussierung konsequent um. Das Produktportfolio wird schrittweise angepasst und die Kollektionsaussage geschärft, die Marketingaktivitäten werden neu ausgerichtet und intensiviert, und unsere Distribution optimieren wir laufend. Als Organisation wollen wir durch interne Prozessveränderungen agiler werden und unsere Innovationskraft weiter stärken", sagt Vorstandssprecher Axel Dreher.

Eigenes Retail- und Online-Geschäft deutlich über Vorjahr, Umsatzrückgang im Wholesale
Der währungsbereinigte Umsatz konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. Mai 2013 bis 30. April 2014) um rund 1% auf 157,90 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr: 156,47 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der negativen Währungseffekte von rund 2 Mio. EUR, hauptsächlich aus Britischem Pfund und US Dollar, sank der ausgewiesene Konzern-Umsatz leicht um 0,4% auf 155,87 Mio. EUR. Zuwächse konnte in 2013/14 erneut das eigene Retail-Geschäft erwirtschaften. Hier verzeichnete Wolford mit +5% deutliches Umsatzwachstum mit eigenen Standorten, auch das Online Business entwickelte sich mit einem Umsatzanstieg von 23% sehr positiv.

Im Wholesale - dem Geschäft mit partnergeführten Boutiquen, Kauf- und Warenhäusern und dem Fachhandel - mussten dagegen Rückgänge von 8% hingenommen werden. Regional entwickelte sich das Geschäft sehr unterschiedlich. Die USA, mit einem Anteil von 17% derzeit umsatzstärkster Wolford Markt, zeigte sowohl in Konzern- als auch in Landeswährung Zuwächse. In den europäischen Märkten Italien, Spanien, Belgien, Großbritannien und Österreich stieg der Umsatz ebenfalls, hingegen blieben die Kernmärkte Deutschland und Frankreich im Wesentlichen aufgrund von Rückgängen im Wholesale-Bereich hinter dem Vorjahr zurück. Deutlich zweistelliges Umsatzwachstum konnte Wolford in Greater China und der Golfregion erwirtschaften. Die Quartalsbetrachtung zeigt ein ambivalentes Bild. Nach Rückgängen in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2013/14 stieg der Umsatz im dritten Quartal aufgrund eines zufriedenstellenden Weihnachtsgeschäfts wieder an, wobei die Umsatzrückgänge der ersten beiden Quartale nicht zur Gänze aufgeholt werden konnten. Auch im vierten Quartal kam es gegenüber dem Vorjahr zu einem leichten Umsatzanstieg.
Insbesondere im Wholesale-Geschäft konnten die Umsatzrückgänge des ersten Halbjahres in den Quartalen 3 und 4 deutlich verringert werden.

Bereinigtes EBITDA und EBIT nahezu unverändert, nicht wiederkehrende Aufwendungen von 3,76 Mio. EUR, Ergebnis nach Steuern ebenfalls auf Vorjahresniveau
Die negativen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2013/14 sind zum Großteil auf Einmaleffekte und Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Refokussierung zurückzuführen. Diese betrugen insgesamt 3,76 Mio. EUR und beinhalten Aufwendungen für die Schließung verlustbringender Standorte, für
Konzept- und Strategieänderungen, Produktionsverlagerungen sowie Abfindungszahlungen. Inklusive dieser Einmaleffekte wurde ein EBIT von -4,72 Mio. EUR erwirtschaftet, was im Rahmen der zuletzt gegebenen Guidance von rund -5 Mio. EUR liegt. Das um nicht wiederkehrende Aufwendungen bereinigte EBITDA erreichte 7,11 Mio. EUR (Vorjahr: 7,90 Mio. EUR), das bereinigte EBIT belief sich auf -0,97 Mio. EUR (2012/13: -0,91 Mio. EUR) und lag damit auf Vorjahresniveau. In den operativen Bereichen konnten durch Prozessoptimierungen Kosteneinsparungen von rund 2 Mio. EUR erwirtschaftet werden, was sich in einem geringeren Material- und Personalaufwand widerspiegelt. Der höhere sonstige betriebliche Aufwand ist in erster Linie auf gestiegene Mietaufwendungen für bestehende und neue Standorte sowie die Intensivierung der Marketingmaßnahmen zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern konnte mit -2,81 Mio. EUR ebenfalls auf Vorjahresniveau gehalten werden (Vorjahr: -2,76 Mio. EUR). Aufgrund der negativen Ergebnisse werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung am 18. September 2014 vorschlagen, die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2013/14 auszusetzen.

Deutlich positiver operativer Cashflow und anhaltend solide Bilanzstruktur

Durch die konsequente Optimierung des Working Capital, insbesondere der Vorräte, konnte im Geschäftsjahr 2013/14 trotz der negativen Ergebnisse ein deutlich positiver operativer Cashflow von 6,30 Mio. EUR (Vorjahr: 6,31 Mio.
EUR) erwirtschaftet werden. Zum Bilanzstichtag am 30. April 2014 weist die Wolford Gruppe ein Eigenkapital von 74,38 Mio. EUR (30.04.2013: 78,15 Mio.
EUR) aus. Die Eigenkapitalquote belief sich auf solide 54% (30.04.2013: 55%) und der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) erreichte 23% (30.04.2013: 20%).
"Durch den Verkauf eines nicht-betriebsnotwendigen Grundstücks und einer Mietrechtsoption im 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres 2014/15 konnten wir die Nettoverschuldung zuletzt um 10,7 Mio. senken, zum Bilanzstichtag lag sie noch bei 17,04 Mio. EUR. In Kombination mit unserem starken operativen Cashflow und der Sicherung ausreichender Kreditlinien ist die Finanzierung der strategischen Refokussierung inklusive der geplanten Investitionen in Kerntechnologiebereiche und die Distributionsausweitung sichergestellt", erläutert Finanzvorstand Thomas Melzer.

Strategische Refokussierung in Umsetzung
Die Schwerpunkte der im Dezember 2013 begonnenen strategischen Refokussierung der Wolford Gruppe umfassen die Anpassung des Produktportfolios mit Schärfung der Kollektionsaussage und Konzentration auf das Kerngeschäft, die Neuausrichtung der Kommunikation in allen Facetten, der Fokus auf jene Märke mit der höchsten Kosten/Nutzen-Relation und die weltweite Optimierung der Distribution mit Relaunch des Wholesale sowie Stärkung des Online Business.

Begleitet werden die hierfür definierten Maßnahmen durch interne Prozessoptimierungen und Organisationsanpassungen mit dem Ziel, das Unternehmen agiler sowie noch marktorientierter und innovationsstärker zu machen.

Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2014/15 hat sich Wolford den operativen Turnaround als Ziel gesetzt. Nachdem im 1. Quartal mit den Verkäufen des nicht- betriebsnotwendigen Grundstücks sowie der Mietrechtsoption Buchgewinne von insgesamt rund 7,4 Mio. EUR erwirtschaftet werden konnten, ist Wolford auf gutem Weg das angestrebte Ergebnisziel zu erreichen.

    Wolford AG

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