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Michael Auer, Präsident des Hochschulrates der neuen OST – Ostschweizer Fachhochschule

«Gemeinsam sind die drei Standorte stärker als jeder für sich allein»

03. Juli 2020 | 12:29 Autor: NTB Folio | Anzeige Vorarlberg, Liechtenstein, Schweiz

Michael Auer ist Präsident des Hochschulrates der neuen Fachhochschule OST. Als ehemaliger Vizepräsident des Hochschulrates der FHS und langjähriges Geschäftsleitungsmitglied von Raiffeisen verfügt er über umfassende berufliche Erfahrungen, was das Schulwesen und die Finanzen betrifft. Im Gespräch erzählt er von seiner neuen Aufgabe und den Veränderungen, welche die OST für die NTB bringen wird.

Herr Auer, seit Januar sind Sie Präsident des Hochschulrates der OST. Wie haben Sie diese Zeit bis jetzt erlebt?
Ich bin in eine spannende Welt von engagierten Menschen eingetaucht, erlebe mit welcher Energie und Kraft die anstehenden Themen angepackt werden und fühle mich sehr willkommen. Es ist ein Geschenk, dass ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen vom Hochschulrat einen Beitrag zur erfolgreichen Etablierung der OST leisten darf.

Die NTB hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt, vom neuen Laborgebäude über die hybride Lernfabrik bis hin zur neuen Studienrichtung Photonik. In welche Richtung wird die Entwicklung weitergehen?
Wie die ganze OST ist auch die NTB in Artificial-Intelligence-Anwendungen sehr stark und innovativ. In Buchs wird die Leitung des neu geschaffenen Departementes Technik der Fachhochschule OST ihren Sitz haben. Daraus ergeben sich grosse Chancen, das vielfältige Know-how aller Standorte zu nutzen, die Angebote im technischen Bereich weiterzuentwickeln und auch an anderen Standorten einzusetzen.

Mit dem Zusammenschluss der Fachhochschulen machen sich diese auch fit für die Zukunft. Worum geht es dabei für die einzelnen Standorte?
Die Angebote von Lehre, Forschung, Dienstleistungen und Weiterbildung an den drei Standorten bleiben bestehen, sollen mittelfristig aber ausgebaut und erweitert werden. Ein weiteres Thema wird die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Internationalisierungs-Strategie sein. Die bestehenden Kooperationen mit Universitäten aus dem Ausland sollen ausgebaut werden. Wir wollen für ausländische Studierende eine attraktive Fachhochschule sein und vermehrt Module in Englisch anbieten, wovon auch unsere Studierenden profitieren.

Wo sehen Sie die grössten Chancen für die OST – Ostschweizer Fachhochschule?
Gemeinsam sind die drei Standorte Buchs, Rapperswil und St.Gallen stärker als jeder für sich allein. Der Wettbewerb unter den Fachhochschulen in der Schweiz wird härter. Innovations-Zyklen werden immer kürzer. Mit Buchs und Rapperswil verfügt die OST über zwei Standorte, die schweizweit führend in der angewandten technischen Forschung und Entwicklung sind. Erfolgreiche Zusammenarbeitsmodelle mit Unternehmungen zeichnen sie aus. Mit der heutigen FHS als Mehrsparten-Hochschule wurden interdisziplinäre Zusammenarbeitsformen zwischen Fachbereichen erfolgreich entwickelt. All das kommt nun zusammen zu einem Ganzen und gibt uns die Chance, gemeinsam zu wachsen und dem Fachkräftemangel in der Ostschweiz zu begegnen.

Welche Wünsche haben Sie für die Fachhochschul-Landschaft der Ostschweiz?
Die drei Fachhochschulen haben sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Trotzdem haben wir Marktanteile verloren. Auch der Zusammenschluss kostet nun Zeit beim Aufholen. Ich wünsche mir, dass wir alle die OST als Chance für unsere Region verstehen. Und dass auch die Politik in der Ostschweiz die Wichtigkeit erkennt, dem Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen. Es braucht die Bereitschaft, gezielt in die Entwicklung der OST zu investieren, neue Angebote in der Region aufzubauen und die OST als Schnittstelle zwischen den Unternehmungen, den öffentlichen Institutionen und dem zukünftigen Berufsnachwuchs zu etablieren.

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