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Inhaus Bäderpark in Hohenems

20 Jahre INHAUS – ein persönlicher Rückblick

01. Juni 2021 | 16:10 Autor: INHAUS | Anzeige Startseite, Vorarlberg

Hohenems (A) Interview mit Geschäftsführer Robert Küng: Inhaus feiert 20 Jahre Jubiläum. Durch die Zusammenführung der drei Heizungs- und Sanitärgroßhändler - Ulmer, Pircher und SFS - wurde am 1. Juni 2001 der Start für die Erfolgsgeschichte von Inhaus gesetzt. Heute, 20 Jahre später, bauen 230 Mitarbeiter die Marktposition in Vorarlberg und in der Schweiz kontinuierlich aus und erwirtschaften zusammen 68 Millionen Euro Umsatz.

Was war bei der Gründung von Inhaus die Vision?

Robert Küng: Oberstes Ziel war es, ein regional verankertes, leistungsfähiges Unternehmen zu gründen, das Kraft für Investitionen hat und nachhaltig Arbeitsplätze schaffen kann. Wir wollten die Kräfte bündeln und das Leistungsangebot ausbauen. Damit etablierten wir ein völlig neues Niveau an Beratungs- und Logistikleistungen. Durch den Bäderpark, der als Marktplatz dient, konnten wir eine Beratungsplattform schaffen, die es in dieser Größe und Qualität in der Region noch nicht gegeben hat.

Wie schwer war es, die drei völlig unterschiedlichen Unternehmen, davor lange Jahre unmittelbare Mitbewerber, in einer neuen Firma namens INHAUS zu vereinen?

Robert Küng: Auf Eigentümer-Ebene war das weniger das Problem, denn hier überzeugte die betriebswirtschaftliche Betrachtung. Unternehmerisch war es daher eine klare Entscheidung. Erfreulich war, dass wir alle 103 Mitarbeiter mitnehmen konnten und sich alle sofort mit Inhaus identifizieren konnten. Wir alle haben in dieser Start-Up-Phase an unsere Idee geglaubt und sie umgesetzt. An dieser Stelle gilt mein Dank allen, die mitgeholfen haben, dass Inhaus von der Idee zu einem erfolgreichen Unternehmen wurde.

Es war nicht ganz einfach, drei unterschiedliche Unternehmens-Kulturen zusammen zu führen und unter einem Dach neu zu firmieren. Allerdings hatten wir eine überzeugende Vision, klare Perspektiven und ein Startvolumen von 30 Millionen Euro. Von Anfang an war klar, wohin die Reise geht - wir hatten klare Ziele und Werte. Heute sind wir ein eingeschworenes Team, das zusammenhält – denn ohne diesen Teamgeist, der im Haus sofort spürbar ist, würde es Inhaus wohl in dieser Form nicht geben.

Was waren die größten Herausforderungen in der Start-up Phase? Welches waren die überraschendsten Entwicklungen in den Anfangsjahren? Was haben Sie so nicht vorhergesehen?
Robert Küng: Auf der grünen Wiese etwas völlig Neues zu schaffen, war wohl die größte Herausforderung für uns alle! Alle Mitarbeiter mitzunehmen und mit Begeisterung und Engagement das "Wir-können-das-schaffen-Gefühl" zu spüren, gehört zu meinen schönsten Erinnerungen in der Anfangszeit.

Und wir hatten das Glück, dass diese Aufbruchsstimmung nicht nur uns mitgerissen hat, sondern auch unsere Kunden und Partner begeistert hat.

Ein bisschen überraschend war es schon, wie schnell wir es geschafft haben, uns zu stabilisieren: von Anfang an konnten wir unsere Marktanteile ausbauen und weiter wachsen.

Wie hat sich Inhaus in den letzten 20 Jahren weiterentwickelt?
Robert Küng: Wir haben uns vor 20 Jahren neu erfunden – wir tun das bis heute immer wieder und werden das auch weiter tun. Es warten neue Herausforderungen auf uns, veränderte Beschaffungssituationen, neue Absatzwege und vielseitige Kundenbedürfnisse.

Die Entwicklung der digitalen Vertriebsprozesse wurde in der Vergangenheit akribisch vorangetrieben. Bei uns steht der Mensch jedoch unabhängig davon immer im Mittelpunkt. Wir entwickeln, gemeinsam mit unseren Kunden, Wege zur technologisch unterstützten Beratung, um alle Prozesse optimal abbilden zu können. Die Digitalisierung zieht sich durch alle Prozesse und zu unserer großen Freude bilden wir ein Drittel aller Vorarlberger E-Commerce Lehrlinge aus.

Apropos Lehrlinge bzw. junge Menschen: Wenn sich heute junge Menschen bewerben, was sind für Sie die wichtigsten Eigenschaften, um bei Inhaus Erfolg zu haben?
Robert Küng: Ich würde allen jungen Menschen raten, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Denn das ist das, was wir suchen. "Allen alles Recht zu machen" wird sich nicht ausgehen. Daher unterstützen wir unsere Mitarbeiter darin, sich weiterzubilden, selbstbewusst zu sein und eine eigene Meinung zu vertreten. Nicht umsonst steht in unserem Leitbild: "Wir haben Ecken und Kanten!" Und das suchen wir. Wenn ich es mir aussuchen kann, dann arbeite ich am liebsten mit Menschen zusammen, die mutig eine Meinung haben, Bereitschaft zum lebenslangen Lernen mitbringen und Verantwortung übernehmen.

Wo liegen heute nach 20 erfolgreichen Jahren als Marktführer die größten Chancen bzw. auch Gefahren?
Robert Küng:
"Ich denke die digitale Entwicklung ist beides: Chance und Gefahr. In unserer Branche werden Vertriebsstrukturen bzw. Absatzkanäle neu definiert. Da stehen Anpassungen an, die sehr behutsam und verantwortungsbewusst mit unseren Partnern umgesetzt werden. Diese Partnerschaften mit unseren Handwerkskunden sind unsere Existenz, unsere Lebensader. Da müssen wir uns gemeinsam an die Digitalisierung anpassen und versuchen, neue Wege zu finden und gemeinsam neue Trends zu setzen."

Wohin geht die Reise für Inhaus? Welche Visionen für Inhaus gibt es nun für die nächsten 20 Jahren?
Robert Küng: Für Inhaus bedeutet Nachhaltigkeit mehr als nur ökologische Themen, wie die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks. Von den 8,5 Millionen Euro Gesamtinvestitionsvolumen für das Jahr 2021 werden 2 Millionen Euro alleine in die CO2-Reduktion eingesetzt, der Rest in die Bereiche Technologie und Logistik.

Was hätten Sie als junger Geschäftsführer gerne gewusst, was Sie heute wissen?

Robert Küng: Es war ein Vorteil, unbefangen an die Sache heranzugehen. Man ist mutiger, weil man nicht durch Erfahrungen gebremst wird. Die größte Herausforderung ist eher umgekehrt, als erfahrener Geschäftsführer weiter mutig und kreativ zu sein.

Schon Albert Einstein sagte: "Erfahrung ist das Ende jeder Kreativität".

Wir müssen immer am Ball bleiben und weiterdenken. Da kommt einem die Erfahrung manchmal etwas in die Quere. In Kombination ist es wohl das Beste: Mutig bleiben, immer wieder neu denken, aber durch Erfahrung gelassen bleiben.

Vielen Dank für das Gespräch!

  • Inhaus Geschäftsführer Rober Küng
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