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Programmierung von Handmustern für den 3D-Druck auf der Caligma 200 Anlage.

HENN investiert in neue 3D-Druck Technologie: Effektives Prototyping zur Reduktion von Time-to-Market Zeiten

12. November 2021 | 10:11 Autor: Boehler PR Startseite, Vorarlberg

Dornbirn (A) Präzise, schnell und effizient – HENN ist der führende Hersteller von innovativen Schnellkupplungen, die im Automotive-Bereich in fast jedem Automobil – ob konventionell angetriebenes Fahrzeug oder Fahrzeug mit Batterie oder Wasserstoff-Brennstoffzelle. Mit der Investition in den SLA-Drucker Caligma 200 der Firma Cubicure GmbH verkürzt HENN jetzt seine Entwicklungsprozesse. Damit können Handmuster, Funktionsmuster, erste Prototypen und Kleinserien binnen kürzester Zeit realisiert werden. Der SLA-Drucker wird partnerschaftlich mit dem Tochterunternehmen Eisele GmbH, die 2021 von HENN übernommen wurde, genutzt.  

HENN blickt auf 10 Jahre Erfahrung im Manufacturing Bereich zurück. Die Anschaffung des neuen SLA-Druckers war der nächste logische Schritt. Mit dem Kauf reagiere man u.a. auf die Entwicklungen in Automotive, Laser- und Schweißindustrie, Aerospace, Food & Beverage, die bei der Bauteilentwicklung und Fertigung mehr Flexibilität, kürzere Time-to-Market Zeiten und weniger kostenintensive Herstellungsprozesse wünschen, heißt es seitens der Unternehmensführung. „Mit der Anschaffung des Druckers setzen wir neue Maßstäbe und kommen der Vision einer Kleinserienfertigung in einer AM-Farm am Standort Dornbirn näher,“ erklärt HENN-Inhaber und Geschäftsführer Martin Ohneberg. „Das erleichtert uns auch den Einstieg in neue Märkte sowie zukunftsweisende Kooperationen mit innovativen Start-ups.“

Schneller zur Serienfertigung
HENN ist führender Anbieter von Schnellkupplungen für Ladeluft- und Kühlwassersysteme sowie Resonatoren. HENN Kupplungen werden bei fast allen OEMs weltweit verbaut und finden sowohl bei konventionellen als auch bei alternativen Antrieben (Batterie, Brennstoffzelle) Einsatz. „Mit dem neuen Drucker haben wir die Möglichkeit, die Komponenten im Vorfeld aus Polymeren in 3D drucken zu lassen und auf die Anwendungsparameter hin abzugleichen. Auch Funktionsmuster sind schnell durch das neue Druckverfahren auf Basis von Duroplasten herstellbar“, erklärt Christoph Jandl, Vice President Corporate Development & Innovation. Über effektives Prototyping lassen sich nahezu 100 Prozent aller Funktionalitäten der Verbindungstechnologien präzise nachbilden. „Das erleichtert und beschleunigt unseren Kunden die Entscheidung für eine Serienfertigung von Produkten“, so Christoph Jandl.

Ein Gewinn für den additiven Werkzeugbau
Das neue Druckverfahren bietet viele Vorteile: Verkürzte Herstellungsprozesse – statt bisher acht bis zwölf Wochen in der konventionellen Fertigung, braucht es künftig etwa eine Woche für den Druck der Formhälften bis zur Abmusterung an der Spritzgussmaschine. „Mit dem neuen Drucker geht alles unglaublich schnell. So lassen sich z.B. die Teile, die aus dem Drucker kommen, gleich einsetzen“, freut sich Produktentwickler Sven Hohlfeld über die große Unterstützung durch den Drucker im Engineeringbereich. Auch die Kosten reduzieren sich durch den Einsatz der Caligma 200. Eine Fertigung von Formhälften aus Aluminium oder Stahl ist für das aufwendige und kostenintensive Spritzgussverfahren nicht mehr nötig. „Das ist in jeder Hinsicht ein Gewinn für uns und unser Tochterunternehmen Eisele GmbH, der Spezialist für Anschlusskomponenten u.a. im Bereich Robotics, Food & Beverage sowie Laser- und Schweißindustrie und auch für kundenspezifische Sonderlösungen ist“, so Geschäftsführer Martin Ohneberg zur künftigen partnerschaftlichen Nutzung des SLA-Druckers.

Neues patentiertes Verfahren
Die neue Caligma 200 Produktionsanlage von Cubicure basiert auf der patentierten Hot Lithography Technology. Das Verfahren ermöglicht eine einfache und professionelle Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen auf Photopolymerbasis. Über einen komplexen Beheizungs- und Beschichtungsmechanismus können höchstviskose Harze und Pasten bei Arbeitstemperaturen von bis zu 120°C sicher und mit größter Präzision verarbeitet werden. Darüber hinaus arbeitet HENN gemeinsam mit dem 3D-Druck-Unternehmen Cubicure an der Entwicklung innovativer Anwendungslösungen von additiv gefertigten Kunststoffverbindungen mit spritzgussähnlichen Eigenschaften. „Ziel des Projekts mit Cubicure ist es, ein Material zu entwickeln, das eine hohe Temperaturbeständigkeit bei gleichzeitig guter Zähigkeit aufweist und es mit technischen Thermoplasten aufnehmen kann“, erklärt Christian Moosbrugger, Leiter des gruppenweiten globalen Competence Centers Additive Manufacturing, die Hintergründe des gemeinsamen Projekts, das auch bereits bei der Österreichischen Forschungsforderungsgesellschaft (FFG) eingereicht wurde. Das hohe Additive Manufacturing Know-how bei HENN und die Neuinvestition in die Caligma 200 werden die führende Position von HENN und seiner Tochter Eisele GmbH weltweit weiter ausbauen, um künftig auch die tausenden kundenspezifischen Sonderlösungen für Verbindungs- und Anschlusstechnik noch effizienter zu realisieren.

Factbox HENN
HENN ist ein führender Anbieter von Schnellkupplungen für Ladeluft- und Kühlwassersysteme sowie Resonatoren. HENN Kupplungen werden bei fast allen OEMs weltweit verbaut. Am Headquarter in Dornbirn sind 82 Mitarbeiter:innen beschäftigt. HENN hat Kunden auf der ganzen Welt – von den USA bis nach Japan. Zur Henn Industrial Group gehören neben der Henn GmbH & Co KG die Eisele GmbH, die TKW Molding GmbH, die UFT Produktion GmbH sowie Tochterunternehmen in den USA und in China.

    HENN GmbH & Co KG

    Steinebach 21, 6850 Dornbirn
    Österreich
    +43 5572 3834-0
    [email protected]henn.at
    www.henn.at

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