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Copper+ ermöglicht eine hygienische Reinigung ohne Desinfektionschemie nur mit dem Einsatz von Wasser. (Foto: Rezi Microfaserprodukte GmbH/thomas gmeiner Photography)

Vorarlberger Unternehmen entwickelt erstes Microfasertuch mit nachhatlig antimikrobieller Wirkung

28. Mai 2021 | 10:10 Autor: ikp Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Lustenau (A) Dem Vorarlberger Familienunternehmen Rezi Microfaserprodukte GmbH ist es in einem mehrjährigen Forschungs- und Entwicklungsprozess gelungen, ein neues Verfahren zur Funktionalisierung von Reinigungstextilien zu entwickeln: Im sogenannten Copper+ Verfahren werden Reinigungstücher aus speziellen Microfasern mit winzigen Kupferpigmenten behandelt. Oberflächen können so ökologisch nachhaltig ganz ohne Desinfektionschemie und nur mit Wasser von bis zu 99,99 Prozent der Bakterien und Viren – inklusive Coronaviren – befreit werden: Ein Meilenstein im Bereich der hygienischen Reinigung. Das sieht auch das Land Vorarlberg so, das dem Unternehmen für Copper+ im Mai 2021 den Vorarlberger Innovationspreis verliehen und es gleichzeitig für den österreichischen Staatspreis nominiert hat.

Hotellerie und Gastronomie, Transport- und Logistikunternehmen, körpernahe Dienstleister sowie viele andere Betriebe haben momentan eines gemeinsam: Sie müssen zum Schutz ihrer Mitarbeiter, Gäste und Kunden eine hygienisch reine und sichere Umgebung schaffen. Mangels effizienter Alternativen musste dafür bislang auf die teilweise wenig haut-, umwelt- und materialschonende Desinfektionschemie zurückgegriffen werden.

Das hat sich nun geändert: Denn dem Vorarlberger Familienunternehmen Rezi Microfaserprodukte GmbH ist es vergangenen Sommer als erstes Unternehmen weltweit gelungen, ein Verfahren zu schaffen, um speziell entwickelte, ultrafeine Microfasern so mit Kupferpigmenten zu veredeln, dass diese eine nachweislich antimikrobielle Reinigungswirkung haben und kratzfrei in der Anwendung sind. Sämtliche Oberflächen, egal ob z.B. elektronische Geräte, Gastrotische, Handläufe oder Lenkräder, können mit den Copper+ Reinigungstüchern wissenschaftlich belegt von bis zu 99,99 Prozent der Bakterien und Viren befreit werden – und zwar nur mit Wasser.

Mehrjähriger Forschungsprozess – begleitet von der Universität Innsbruck
"Unsere Vision war es, die außerordentliche Reinigungskraft dieser Spezialfaser mit der natürlichen antimikrobiellen Wirkung von Kupfer zu kombinieren und damit eine effektive sowie umwelt- und hautverträgliche Ergänzung zur Desinfektionschemie zu schaffen. Die besondere Herausforderung lag bei diesem Projekt darin, nicht einfach nur Kupferfäden mit dem Reinigungstextil zu verwirken – da dies negative Auswirkungen auf die Haltbarkeit, die Reinigungsleistung und Einsatzgebiete hätte. Wir haben daher in einem komplett neuartigem Verfahren Kupferverbindungen verflüssigt und flächendeckend mit dem speziellen Textil verbunden, sodass diese ihre antimikrobielle Wirkung behalten und gleichzeitig für alle Oberflächen anwendbar sind", erklärt Walter Intemann, Inhaber von Rezi Microfaserprodukte GmbH.

Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Research Institute of Textile Chemistry and Textile Physics der Universität Innsbruck konnte diese Vision verwirklicht werden. Mit dem Copper+ Verfahren ist es Rezi gelungen, einen internationalen Meilenstein zu setzen: Nur durch die mechanische Reinigung mit diesen ultrafeinen Microfasern und Wasser können bis zu 99,99 Prozent der Bakterien und Viren von den Oberflächen entfernt werden.

Die aufgenommenen, teilweise noch aktiven, Keime werden im Copper+ Reinigungstuch festgehalten und inaktiviert. Die Keimverschleppung, das Infektionsrisiko sowie unangenehme Geruchsbildung werden dadurch signifikant verringert. Nach mehrmaligem Gebrauch kann das Tuch gewaschen und wiederverwendet werden. Die antimikrobielle Wirkung von Copper+ wurde von verschiedenen, unabhängigen Laboren geprüft und bestätigt.

Für den österreichischen Innovations-Staatspreis nominiert
Dass Rezi mit der Entwicklung des Copper+ Verfahrens eine enorme Innovationsleistung erbracht hat, sieht auch das Land Vorarlberg so und zeichnete das Unternehmen daher mit dem Vorarlberger Innovationspreis 2021 aus. Die Jury begründet ihre Wahl mit dem umfangreichen Forschungsaufwand für die Weiterentwicklung eines vermeintlich einfachen Produktes und das funktionierende Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Ausschlaggebend war aber vor allem die Tatsache, dass es Rezi gelungen ist, die Wirkung dieser speziellen Microfasern und des Kupfers so zu nutzen, dass Desinfektionschemikalien ersetzt und die Umweltressourcen dadurch geschont werden können. Aufgrund dieser Leistung wurde das Unternehmen auch für den österreichischen Innovations-Staatspreis 2021 nominiert.

"Wir freuen uns sehr über diese besondere Auszeichnung. Sie honoriert unsere jahrelange Forschungsarbeit und bestätigt gleichzeitig, dass wir mit Copper+ ein Verfahren entwickelt haben, das einen echten Mehrwert bietet und eine bedeutende Marktlücke schließt. Nun gilt es Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Desinfektionschemie nicht die einzige Möglichkeit ist, um Oberflächen von Bakterien und Viren zu befreien und die Copper+ Produkte eine effektive und schonende Alternative bieten", so Patrick Bertsch, Geschäftsführer Rezi Microfaserprodukte GmbH, abschließend.

  • Das Land Vorarlberg zeichnete Rezi mit dem Innovationspreis 2021 aus. Im Bild: Walter Intemann, Inhaber Rezi Microfaserprodukte GmbH, Wirtschaftlandesrat Marco Tittler, Patrick Bertsch, Geschäftsführer Rezi Microfaserprodukte GmbH. (Foto: Rezi Microfaserprodukte GmbH/Frederik Sams)
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  • Geschäftsführer Patrick Bertsch (links) und Inhaber Walter Intemann (rechts). (Foto: Rezi Microfaserprodukte GmbH/Frederik Sams)
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