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Casinos spüren Wirtschaftslage

27. August 2004 | 06:00 Autor: Die Wirtschaft Nr. 35/2004 Vorarlberg
Das Casino Bregenz liegt im Österreich-Trend: wie die anderen auch, musste das Spielcasino am Bodensee im ersten Halbjahr ein Minus in Kauf nehmen. Sieben Prozent weniger Geld wurde eingespielt und knapp fünf Prozent weniger Besucher waren zu verzeichnen.

Demnach hat sich der Bruttospielertrag von  13,3 Mio. Euro auf 12,4 Mio. reduziert. Die Zahl der Gäste sank von rund 138.000 Besuchern im ersten Halbjahr 2003 auf 131.000.

Das Casino Bregenz spürte dabei vor allem die Konkurrenz der insgesamt 21 Betrieb, die in den letzten zwei Jahren in der Schweiz eröffnet wurden. Ein regelrechter Casinotourismus habe eingesetzt, so Bregenz-Direktor Josef Semmler.

 

„Wir wissen aber, dass wir weiterhin mit unserem Gesamtauftritt punkten können. Das Casino Bregenz ist beliebt für seinen guten Service und das äußerst faire Preis-Leistungniveau im Restaurant. Außerdem ist Bregenz ein Event-Casino, hier ist immer was los und das schätzen die Besucher“, analysiert Semmler die momentane Situation gelassen.

 

Weitaus stärker betroffen von der deutschen Wirtschaftskrise ist die Spielbank im Kleinwalsertal. Direktor Peter-Paul Etschmann: „Wir leben zu 95 Prozent von ausländischen Gästen und hier zu 80 Prozent von den Deutschen Besuchern.“ Das Casino in Rietzlern machte deshalb im ersten Halbjahr 2004 auch ein Minus von fast 30 Prozent. Dagegenhalten will man mit speziellen Aktionen und Veranstaltungen.

 

Insgesamt hat die Firmengruppe Casinos Austria ein Plus zu verzeichnen. „Die Gruppe mit 67 Spielbetrieben in 16 Ländern steigerte ihre Einnahmen im ersten Halbjahr um 12,4 Prozent auf 1,27 Mrd. Euro“, so Dr. Emil Mezgolits, stv. Generaldirektor der Casinos Austria AG.


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