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Rekordzuwachs von 11,7% bei Unternehmensgründungen

30. Juli 2004 | 08:00 Autor: Die Wirtschaft Nr. 31-32/2004 Vorarlberg
Leitl: "Bei den Firmengründungen befinden wir uns sehr ordentlich auf Kurs, nur der Bürokratieabbau geht zu langsam vor sich"

Über ein tollen Zwischenergebnis bei den Neugründungen freut sich Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl: Die Auswertung des 1. Halbjahres 2004 brachte österreichweit 19.163 Unternehmensneugründungen. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2003 bedeutet dies eine Zunahme um 11,7 %. „Das zeigt, dass die Stimmung bei den Menschen optimistisch ist und die Chancen, die das Wirtschaftsgeschehen bietet, genutzt werden“, betont Leitl.

 

Wachstumsmotor läuft

 

"Neues Wachstum kommt von neuen Unternehmen. Die Gründer haben wieder einmal bewiesen, dass sie Motor für Wachstum, Innovation und Beschäftigung sind", so Peter Lehner, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Österreich, warnt aber vor überzogener Jubelstimmung: "Es gibt nicht nur Licht, sondern auch Schatten. Hinter den Erfolgsmeldungen stecken Probleme, die wir lösen müssen. Viele Neugründer bleiben in der Startphase als Ich-AG hängen, weil für die Expansion und damit mehr Beschäftigte das Geld fehlt".

 

Als Sofortmaßnahme fordert Lehner einen Beteiligungsfreibetrag, der Investitionen in neue Unternehmen steuerlich attraktiv und damit mehr Zugang zu Kapital möglich macht. „Der Wachstumsmotor neue Unternehmen läuft, aber er kann noch viel stärker auf Touren kommen, wenn er mehr Sprit bekommt“, so Lehner. Zudem sei überbordende Bürokratie hinderlich, für Unternehmen bedeute dies teilweise hohe Mehrkosten, die nicht zu verantworten seien. Im Rahmen der aktuellen Finanzausgleichsverhandlungen findet sich eine WK-Forderung, die auch für Jungunternehmer interessant ist: Die Abschaffung der 5-prozentigen Werbeabgabe. Jungunternehmer würden nämlich dadurch doppelt profitieren: Einserseits würden Anlaufkosten durch erhöhten Werbebedarf in der Anfangsphase geringer ausfallen, andererseits seien viele Neugründungen in der Werbebranche zu finden, wodurch auch diese entlastet würden.

 


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