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Ab Herbst 2018 steht die „Digital Factory Vorarlberg“ für Studierende und Unternehmen zur Verfügung.

Digital Factory Vorarlberg unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung

09. Mai 2018 | 08:20 Autor: FH Vorarlberg Startseite, Vorarlberg

Dornbirn (A) An der FH Vorarlberg wird derzeit eine digitale Fabrik aufgebaut. Im neuen Forschungszentrum „Digital Factory Vorarlberg“ werden sich Forschende, Studierende und Firmenpartner intensiv mit der Verschmelzung von Informationstechnologien mit der physischen Welt beschäftigen. Infrastruktur und Know-how sollen optimal für die angewandte Forschung und Ausbildung in der Region Vorarlberg genutzt werden. Ab Herbst steht die digitale Fabrik für Studierende und Unternehmen zur Verfügung. Somit verfügt die FH Vorarlberg künftig über sechs Forschungszentren.

Das Stichwort „Digitalisierung“ ist derzeit in aller Munde: Die Industrieanlagen der Zukunft sind hoch flexibel, intelligent und passen sich selbst an neue Produktionsbedingungen an. Lieferanten, Produzenten und Kunden sind eng miteinander vernetzt, die Steuerungssysteme des einen Unternehmens greifen unmittelbar in die Abläufe eines anderen Unternehmens ein. Aus technischer Sicht ist das alles kein Problem. Die Umsetzung moderner Produktionssysteme stellt große wie kleine Betriebe jedoch vor enorme Herausforderungen. Das neue Forschungszentrum „Digital Factory Vorarlberg“ an der FH Vorarlberg soll die Unternehmen in der Region beim Thema „digitale Transformation“ unterstützen und begleiten. Die einzurichtende Produktion der Zukunft bildet dabei eine durchgängig digitalisierte Wertschöpfungskette ab.

Forschen und Lernen für die Praxis
„Es ist unser Ziel, das notwendige Know-how für die Entwicklung zukünftiger Industrieanlagen für unsere Unternehmenspartner, für die Ausbildung und die Forschung zur Verfügung zu stellen“, erklärt Prof. (FH) DI Dr. Robert Merz, Leiter des neuen Forschungszentrums. „Dazu werden wir auch eine Modellfabrik aufbauen, in der Studierende und MitarbeiterInnen von Firmen modernste Technologien entwickeln, testen und erlernen können.“ 

„Wir führen derzeit intensive Gespräche mit vielen Unternehmen in der Region, die gemeinsame Forschungsprojekte zur Flexibilisierung und Vernetzung ihrer Produktion mit uns durchführen wollen“, ergänzt Prof. (FH) Dipl. Ing. Dr. Karl-Heinz Weidmann, Leiter des Departments für Computer Science und Vizerektor der FH Vorarlberg. „Wir bauen gerade ein Netzwerk auf, in das auch die bereits an der FH Vorarlberg vorhandene Expertise einfließen wird. Wir können daher sofort durchstarten, erste Projekte sind bereits angelaufen.“ Das Team um Robert Merz und Karl-Heinz Weidmann wird Firmen aktiv in der digitalen Transformation begleiten.  

Erster Partner
Mit dem Softwareunternehmen COPA-DATA konnte die FH Vorarlberg einen wichtigen Mitstreiter im Aufbau der Digital Factory Vorarlberg gewinnen. Das Produkt „zenon“ der Firma COPA-DATA ist eine offen konzipierte, objektorientierte Software für Industrieautomation. Im Rahmen der Partnerschaft stellt das in Salzburg ansässige Unternehmen mit weltweiten Niederlassungen der Digital Factory Vorarlberg Software-Lizenzen im Wert von etwa 100.000 Euro zur Verfügung und liefert wertvolle Inputs aus der Praxis für den Aufbau der digitalen Infrastruktur der Fabrik. „Wir verwenden zenon in der Leitebene“, erklärt Robert Merz. „Es bildet das Rückgrat, um die Steuerungen unserer Maschinen miteinander und mit den darüber liegenden Ebenen der Fertigungssteuerung zu verknüpfen. Darüber hinaus verwenden wir zenon als zentrale Schaltstelle zur Datenerfassung und -auswertung, als Werkzeug zur Statusanalyse und als Schnittstelle zwischen der Fabrik und dem Menschen.“ 

Die „Digital Factory Vorarlberg“ und COPA-DATA arbeiten bereits in mehreren durch die FFG geförderten Projekten zusammen. „Die Partnerschaft mit der FH Vorarlberg ist für unsere Firma von großer strategischer Bedeutung“ ist Thomas Punzenberger, Gründer, Eigentümer und CEO von COPA-DATA überzeugt. „Mit der Digital Factory Vorarlberg steht uns ein modernes Labor zur Verfügung, das wir optimal zur Weiterentwicklung unserer Software-Plattform im Bereich der vernetzten Produktion nutzen können. Die Inputs der SpezialistInnen der FH Vorarlberg sind dabei für uns sehr wertvoll.“ 

Auch die Studierenden der FH Vorarlberg werden ab Herbst von der Partnerschaft profitieren: In neuen Vorlesungseinheiten werden Themen aus der Digital Factory in die bestehenden Curricula eingebunden. Mitarbeiter von COPA-DATA werden dabei die mehr als dreißigjährige Erfahrung im Bereich der digitalen Vernetzung beisteuern. „Der Kontakt zu den Studierenden ist für uns ein wesentlicher Aspekt der Kooperation“ erklärt Reinhard Mayr, Head of Strategic Projects bei COPA-DATA. „Wir haben bereits früher sehr erfolgreich mit Prof. Merz zusammengearbeitet. Durch gemeinsame Projekte und den Betrieb eines Kooperationslabors konnten im Laufe der Jahre fast 50 MitarbeiterInnen aus der Studentenschaft für unser Unternehmen rekrutiert werden. Auch in Dornbirn werden wir gemeinsam mit der Digital Factory Bachelor- und Masterarbeiten sowie die Mitarbeit in gemeinsamen Forschungsprojekten anbieten.“ 

Über das Forschungszentrum „Digital Factory Vorarlberg“
Das Forschungszentrum „Digital Factory Vorarlberg“ beschäftigt sich mit der digitalen Vernetzung von Maschinen, Produktions- und Logistikprozessen, der industriellen Datenerfassung und –analyse. Auch die Anwendung von selbstlernenden Algorithmen und künstlicher Intelligenz zur Lösung industrieller Aufgabenstellungen und der Zusammenarbeit von Menschen und Robotern sind Themen des Forschungszentrums. Die Fabrik dient darüber hinaus als Bindeglied, um die bereits bestehenden Kompetenzen der Forschungszentren und übrigen Forschungstätigkeiten der FH Vorarlberg für die digitale Transformation nutzbar zu machen. Der Aufbau des Forschungszentrums wird aus Mitteln des European Regional Development Fund und durch das Land Vorarlberg gefördert.

  • Erstes Partnerunternehmen der Digital Factory Vorarlberg ist das Softwareunternehmen COPA-DATA aus Salzburg: Robert Merz, Leiter der Digital Factory Vorarlberg (rechts) übergibt das Symbolschild für die Partnerschaft an Reinhard Mayr, Head of Strategic Projects bei COPA-Data (links) und Prokurist Hans-Peter Ziegler, Sales Manager bei COPA-Date (Mitte). (Foto: FH Vorarlberg/ Marc Rogenmoser)
    uploads/pics/Partnerschaft_Copadata.jpg

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