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S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, CEO der LGT Gruppe

LGT Bank mit 190,7 Millionen Schweizer Franken Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2020

27. August 2020 | 08:26 Autor: LGT Vorarlberg, Schweiz, Liechtenstein

Vaduz (FL) LGT, die internationale Private Banking und Asset Management Gruppe im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein, stellte im ersten Halbjahr 2020 auch unter ausserordentlichen Bedingungen ihre finanzielle Stärke unter Beweis. Sie steigerte den Bruttoerfolg um 6% auf CHF 900,0 Millionen und erhöhte den Konzerngewinn dank striktem Kostenmanagement um 23% auf CHF 190,7 Millionen. Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende Juni auf CHF 218,7 Milliarden (-4%). Für die zweite Jahreshälfte geht die LGT weiter von einer soliden Geschäftsentwicklung aus, bleibt aber vorsichtig. Die Arbeiten zur angekündigten Neupositionierung von LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone als eigenständige Unternehmen schreiten planmässig voran.

Im ersten Halbjahr 2020, das von der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Marktverwerfungen gekennzeichnet war, zeigte die LGT eine erfreuliche Geschäftsentwicklung, wobei sie von einer erhöhten Kundenaktivität profitierte und gleich-zeitig ihr Investitionstempo verlangsamte. Während der regional unterschiedlichen Lockdowns stellte die LGT unter ausserordentlichen Bedingungen auf eine weitgehende Home-Office-Organisation um; dabei konnte sie dank der hohen Flexibilität ihrer Mitarbeitenden und gut funktionierender Systeme und Prozesse jederzeit einen engen Kontakt mit den Kunden pflegen und den Kundenservice in hoher Qualität gewährleisten.

Aufgrund höherer Einnahmen aus dem Brokerage-Geschäft im Zuge der volatilen Marktentwicklung und einer höheren Vermögensbasis im Vergleich zur Vorjahresperiode stieg der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft im ersten Halbjahr 2020 um 7% auf CHF 572,3 Millionen. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und sonstige Ertrag erhöhte sich ebenfalls um 7% auf CHF 185,3 Millionen, da die Kunden mehr Währungstransaktionen durchführten. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft stieg um 3% auf CHF 142,4 Millionen. Insgesamt steigerte die LGT den Bruttoerfolg um 6% auf CHF 900,0 Millionen.

Sowohl der Personalaufwand (CHF 482,3 Millionen) als auch der Sachaufwand (CHF 134,9 Millionen) blieben gegenüber der Vorjahresperiode praktisch unverändert. Beim Personalaufwand wurde dabei der Ganzjahreseffekt der 2019 erfolgten Neueinstellungen durch tiefere Abgrenzungen für langfristige Vergütungskomponenten kompensiert. Der Sachaufwand reflektiert strikte Kostendisziplin und Einsparungen, aber auch moderate Investitionen in den weiteren Ausbau des Geschäfts. Insgesamt belief sich der Geschäftsaufwand auf CHF 617,2 Millionen.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis reduzierte sich deutlich auf 68,6%, gegenüber 74,1% per 31. Dezember und 72,6% per 30. Juni 2019. Nach Berücksichtigung der höheren Rückstellungen und Steueraufwendungen stieg der Konzerngewinn auf CHF 190,7 Millionen, im Vergleich zu CHF 155,6 Millionen im ersten Halbjahr 2019.

Die LGT ist mit einer Kernkapitalquote (Tier 1) von 21,4% per 30. Juni 2020, gegenüber 19,9% per 31. Dezember 2019, sehr gut kapitalisiert und verfügt über eine ausgezeichnete Liquiditätsbasis.

Nettoneugeldzufluss im Private Banking und im Asset Management
Der Nettozufluss an Neugeldern lag im ersten Halbjahr 2020 bei CHF 1,6 Milliarden, wobei sowohl das Private Banking als auch das Asset Management zum Wachstum beitrugen. Die gegenüber den Vorperioden verlangsamte Wachstumsrate ist auf Rückzahlungen von Krediten primär durch Kunden aus dem Mittleren Osten und Asien während der Marktturbulenzen gegen Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Quartals zurückzuführen. Seither verzeichnet die LGT wieder starke Zuflüsse auf dem Niveau vor Ausbruch der Pandemie.

Nach Berücksichtigung der negativen Markt- und Währungseffekte beliefen sich die verwalteten Vermögen per 30. Juni 2020 auf CHF 218,7 Milliarden, gegenüber CHF 227,9 Milliarden zum Jahresende 2019.

Ausblick
Die LGT geht für das zweite Halbjahr von einer weiterhin soliden Geschäftsentwicklung und einem guten Gesamtjahr 2020 aus. In Bezug auf die Kostenentwicklung bleibt die LGT wachsam, da der weitere Verlauf und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie nach wie vor unsicher sind.

Am 5. Mai 2020 hatte die LGT bekanntgegeben, dass LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone, die drei Geschäftsbereiche der Gruppe, in Zukunft als eigenständige, fokussierte Unternehmen am Markt auftreten werden. Die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten schreiten planmässig voran. Die neuen Organisations- und Führungsstrukturen treten per 1. Januar 2021 in Kraft, während die Umsetzung der rechtlichen Strukturen für Anfang 2022 geplant ist.

S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein, CEO der LGT Gruppe und künftiger Verwaltungsratspräsident der drei eigenständigen Unternehmen: "Alle Einheiten der LGT Gruppe haben sich im ersten Halbjahr 2020 gut entwickelt und stellten auch unter noch nie dagewesenen Bedingungen ihre Stärke, Professionalität und Kundennähe unter Beweis. Dies ist vor allem auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit zu verdanken, die einen enormen Einsatz und grosse Flexibilität zeigen, um unseren Kunden jederzeit zur Seite zu stehen. Mit unserer breiten geografischen Aufstellung und tief verankerten Anlagekompetenz, gerade auch im Bereich nachhaltiger und alternativer Anlagen, sehen wir uns für alle Szenarien – schrittweise Rückkehr zur Normalität oder länger dauernder wirtschaftlicher Abschwung – robust aufgestellt, um weiteres Wachstum zu erzielen und für unsere Kunden Wert zu schaffen."

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