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Die Vorstandsvorsitzenden der Vorarlberger Sparkassen (v.l.n.r.): Mag. Martin Jäger, MBA (Sparkasse Bregenz Bank AG), KR Wer-ner Böhler (Dornbirner Sparkasse Bank AG), Christian Ertl (Sparkasse Bludenz Bank AG), Mag. Anton Steinberger (Sparkasse der Stadt Feldkirch), Hermann Bachmann (Sparkasse der Gemeinde Egg). (Foto: Vorarlberger Sparkassen)

Vorarlberger Sparkassen verzeichnen erfolgreiches Geschäftsjahr 2019

14. Mai 2020 | 10:53 Autor: Dornbirner Sparkasse Startseite, Vorarlberg

Dornbirn (A) 2019 vertrauten erstmals über 200.000 Kundinnen und Kunden (+12.000) auf die Finanzlösungen der Vorarlberger Sparkassen. Zudem erzielten die fünf heimischen Sparkassen im Vorjahr ein überdurchschnittliches Wachstum in allen relevanten Geschäftsfeldern. Die kumulierte Bilanzsumme überschritt dabei deutlich die 6-Milliarden-Grenze. „Wir können für 2019 sehr erfolgreich Bilanz ziehen. Mit dem starken Ergebnis haben wir unsere Kapitaldecke ausgebaut und vorsorglich unsere Sicherheitstöpfe auf freiwilliger Basis weiter aufgefüllt. Dieses Sicherheitsdenken kommt uns in der aktuellen Situation sehr zugute. Wir sehen uns für die aktuellen Herausforderungen bestens gerüstet und können damit auch in ungewissen Zeiten sichere Partner für unsere Kunden bleiben“, betont Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, stellvertretend für seine Vorstandskollegen.

Begünstigt durch ein positives Wirtschaftsumfeld zeigte das Sparkassen-Geschäftsmodell auch 2019 wieder seine Stärke: Sowohl die Forderungen an Kunden (EUR 4,8 Mrd.; +8,1 %) als auch die Primäreinlagen (EUR 4,9 Mrd.; +12,5 %) erreichten durch beachtliche Zuwachsraten historische Höchststände. Zum Kreditwachstum beigetragen hat das hohe Volumen an Neukrediten von beinahe 1 Milliarde Euro, das neben dem Kommerzbereich auch durch die nach wie vor hohe Nachfrage nach Wohnraumfinanzierungen (2.500 Stück mit einem Volumen von EUR 411 Mio.) ausgelöst wurde. Vom Wohnbauboom profitiert hat auch die Bausparkasse. Bauspardarlehen konnten einen kräftigen Zuwachs auf 342 Millionen Euro (+19,5 %) verzeichnen. Der Trend zu längerfristigen Fixzinsvereinbarungen hat auch im Vorjahr angehalten.

Besonders gut entwickelte sich das Einlagengeschäft: Insgesamt verwalteten die Vorarlberger Sparkassen im Jahr 2019 mehr als 6 Milliarden Euro an Kundengeldern (Wertpapiere und Primärmittel), was einem Zuwachs von 13,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Primärmittel, also die Spar- und Giroeinlagen sowie die eigenen Sparkassenobligationen, schlagen sich 2019 mit insgesamt 4,9 Milliarden Euro zu Buche.

Umsichtige Geschäftspolitik
Das Betriebsergebnis, das im Wesentlichen dem Ergebnis aus dem operativen Geschäft entspricht, erreichte im Vorjahr 53,4 Millionen Euro (+6,1 %). Der Anstieg ist Folge des Zuwachses bei den wichtigsten Kundengeschäften sowie eines funktionierenden Kostenmanagements der Vorarlberger Sparkassen. Zum ebenfalls deutlichen Anstieg beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auf rund 47,2 Millionen Euro trugen die anhaltend niedrigen Risikokosten maßgeblich bei. Böhler: „Unsere Kernkapitalquote, die nur die Eigenmittelbestandteile höchster Qualität berücksichtigt, erhöhte sich durch den Erfolg des letzten Jahres auf 18,5 Prozent. Die Eigenmittelquote liegt nun bei 19 Prozent. Die ausgezeichnete Eigenkapitalausstattung und unsere gute Risikosituation bilden eine solide Grundlage für die Zukunft.“

Zugute kommt den Vorarlberger Sparkassen neben der soliden Kapitalausstattung auch die seit Jahren auf freiwilliger Basis erfolgte Dotierung von „Sicherheitstöpfen“: Gemeint sind damit zum einen der Fonds für Allgemeine Bankrisiken und zum anderen die freiwillige Unterbewertung gem. § 57 BWG, die zwischenzeitlich mit insgesamt rund 154 Millionen Euro dotiert sind.

Wichtige Impulse für die Region
Die Sparkassen zählen aufgrund ihrer Stabilität, den fairen Arbeitsbedingungen sowie den guten Weiterentwicklungschancen zu den attraktiven Arbeitgebern in Vorarlberg und gaben zum Stichtag 31.12.2019 insgesamt 805 Menschen Beschäftigung (davon 16 Lehrlingen). Mit 47 Filial- und 18 Automatenstandorten stellen die Ländle-Sparkassen ein dichtes Infrastruktur-Netz mit modernster Geräteausstattung und top-qualifizierten Ansprechpartnern vor Ort zur Verfügung. „Mit George, der modernsten Online Banking-Plattform Österreichs, ist die Sparkassengruppe weiterhin unangefochten Innovationsführerin. Unseren Firmenkunden steht mit dem neuen Telebanking Pro ein Business-Internetbanking zur Verfügung, das neben der Multibankfähigkeit zahlreiche zusätzliche Serviceleistungen beinhaltet“, verweist der Sprecher der Vorarlberger Sparkassen auf die Digital-Kompetenz der Gruppe.

Auch auf den Gründungsauftrag haben die heimischen Sparkassen im Jahr 2019 nicht vergessen: Ein Betrag von 1,7 Millionen Euro kam kulturellen, sportlichen, wissenschaftlichen, sozialen und infrastrukturellen Aktivitäten der Region zu Gute.

Rasche Hilfe
Der im März 2020 verordnete Shutdown brachte weite Teile der Vorarlberger Wirtschaft zum Erliegen. Das in unserem Bundesland in hohem Maß auf Exportwirtschaft und Tourismus aufgebaute wirtschaftliche Erfolgssystem ist davon besonders stark betroffen. Die Corona-Krise hat viele Private und Unternehmen in Vorarlberg in eine sehr ernste wirtschaftliche Situation gebracht. „Rasche Hilfe für alle unsere Kunden ist deshalb Gebot der Stunde. Wir sehen es als unsere Aufgabe, im Rahmen unserer Möglichkeit vor allem durch unkomplizierte Stundungen von Kreditraten zu entlasten und zusätzlich für unsere Firmenkunden das Garantie- und Haftungspaket der Bundesregierung gemeinsam mit den zuständigen Behörden rasch umzusetzen“, betont Böhler. Bis zum Stichtag 30. April 2020 konnten die Vorarlberger Sparkassen 3.880 Kunden mit Stundungen und Rahmenerhöhungen unterstützen. Gestundet wurden insgesamt 22,8 Millionen Euro. Zudem wurden Rahmenerhöhungen in der Höhe von 34,4 Millionen Euro eingeräumt. Die Vorstände der Vorarlberger Sparkassen sind überzeugt: „Es wird uns gelingen, für viele unserer Kunden Lösungen zu erarbeiten, die ihnen Hilfestellung und Unterstützung in der derzeit schweren Situation bieten. Unsere Mitarbeiter, die seit Beginn der Krise einen hervorragenden Job machen, werden weiterhin ihr Bestes geben. In diesem Umfeld bekommt der Sparkassenslogan „#glaubandich“ eine besondere Bedeutung.“

    Dornbirner Sparkasse Bank AG

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