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Zumtobel erhöht Periodenergebnis 2020/21 auf 45,6 Millionen Euro

30. Juni 2021 | 15:57 Autor: Zumtobel Group AG Startseite, Vorarlberg

Dornbirn (A) Ungeachtet der negativen Folgen der Coronapandemie konnte der internationale Lichtkonzern Zumtobel Group das Geschäftsjahr 2020/21 (1. Mai 2020 bis 30. April 2021) mit einem deutlich besseren Ergebnis abschließen: Das Periodenergebnis stieg von 14,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 45,6 Mio. EUR. Im Unterschied zum Vorjahr kam dem Unternehmen dieses Mal ein positiver Ertragssteuereffekt in Höhe von 11,6 Mio. EUR zugute: Vor Ertragssteuern belief sich das Ergebnis im Berichtsjahr auf 34,0 Mio. EUR nach 22,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Unabhängig von Steuereffekten konnte die Zumtobel Group im Geschäftsjahr 2020/21 ihr bestes Jahresergebnis seit 2010/11 erzielen, obwohl die Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten deutlich unter den Folgen der Pandemie gelitten hat.

Insgesamt sanken die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,7 % auf 1.044,5 Mio. EUR, währungsbereinigt lag das Minus bei 6,6 %. Diese Entwicklung war vor allem auf einen deutlichen Umsatzeinbruch (minus 15,4 %) im ersten Quartal zurückzuführen. In den Folgequartalen hat sich die Geschäftsentwicklung stetig verbessert – allein im vierten Quartal verzeichnete die Gruppe ein Umsatzplus von 9,6 % im Vergleich zum Vorjahresquartal, das bereits von den Folgen der Coronakrise geprägt war.

In den D/A/CH-Ländern, der umsatzstärksten Region der Zumtobel Group, fiel der Umsatzrückgang mit einem Minus von 3,8 % vergleichsweise gering aus. Im Heimatmarkt Österreich konnte die Gruppe sogar ein leichtes Wachstum von 7,6 % verzeichnen. Auch in der Region Asien & Pazifik stiegen die Umsatzerlöse, und zwar um +2,7 %. Im Lighting Segment belief sich das Umsatzminus im Gesamtjahr auf 6,1 %. Stärker von den Pandemiefolgen betroffen war das globaler ausgerichtete Components Segment: Hier sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2020/21 insgesamt um 11,3 %, unter anderem auch infolge der negativen Wechselkursentwicklung.

Operativer Gewinn steigt – Gestärkte Bilanz
Trotz des Umsatzverlustes in Höhe von rund 87 Mio. EUR erzielte die Zumtobel Group im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives bereinigtes Gruppenergebnis (bereinigtes EBIT) von 45,5 Mio. EUR (Vorjahr 53,9 Mio. EUR). Die bereinigte Umsatzrendite lag bei 4,4 %. Der operative Gewinn (unbereinigtes EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 23,0 % auf 43,4 Mio. EUR (Vorjahr 35,1 Mio. EUR) als Folge der deutlich reduzierten Restrukturierungskosten.

Infolge der gesunkenen Aufwendungen in Vertrieb und Verwaltung sowie der geringeren Restrukturierungskosten und des positiven Effekts aus Ertragssteuern liegt das Jahresergebnis mit 45,6 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 14,5 Mio. EUR. Für die Aktionäre der Zumtobel Group AG bedeutet dies ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,1 Mio. Aktien) von 1,06 EUR (Vorjahr 0,33 EUR).

Ebenso deutlich positiv entwickelte sich der Free Cashflow: Dank eines effektiven Managements des Working Capitals und im Vorjahresvergleich deutlich gesunkener Anlage-Investitionen (38,1 Mio. EUR nach 57,9 Mio. EUR) hat sich der Free Cashflow mit 100,0 Mio. EUR fast verdoppelt (Vorjahr 53,3 Mio. EUR).

Die Bilanz der Zumtobel Group spiegelt die positive Ergebnisentwicklung wider: Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 27,7 % zum 30. April 2020 auf 31,5 % zum Bilanzstichtag. Die um 68,3 Mio. EUR verringerten Nettoverbindlichkeiten (97,3 Mio. EUR zum 30. April 2021 nach 165,7 Mio. EUR im Vorjahr) sind im Wesentlichen auf eine im Vorjahresvergleich verringerte Kreditinanspruchnahme zurückzuführen. Der Verschuldungsgrad (Gearing) sank von 59,0 % auf 31,6 %.

Unternehmensstrategie mit zusätzlichen Schwerpunkten

Im Geschäftsjahr 2020/21 hat die Zumtobel Group ihre Unternehmensstrategie konsequent weiter umgesetzt, wobei vor allem die jeweiligen Produktportfolios der Lighting-Marken Zumtobel und Thorn stringent an die Zwei-Marken-Strategie angepasst wurden. Zudem hat das Management die Strategie der Gruppe weiterentwickelt und die beiden wichtigen Themenschwerpunkte "Digitalisierung" und "Nachhaltigkeit" fest darin verankert: Unter dem neuen Stichwort "FOCUSED" wurde die Strategie um die beiden Aspekte "E" (wie "Environment and Engaged Employees") und "D" (wie "Digitalisation") ergänzt.

Neben der systematischen Förderung der Mitarbeiter ist eines der definierten Hauptziele das Erreichen der Klimaneutralität bis zum Jahr 2025. Zudem will die Zumtobel Group die Kreislaufwirtschaft nachhaltig im Geschäftsmodel verankern.

"Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und wollen mit diesen Initiativen künftig eine Vorreiterrolle für die gesamte Lichtbranche einnehmen.", so Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.

Zum anderen setzt die Zumtobel Group systematisch auf Digitalisierung. Dabei geht es um die Entwicklung innovativer Produkte mit erweiterten Funktionalitäten sowie digitaler Dienstleistungen, die neue Kundenerlebnisse ermöglichen und die Kundenbindung erhöhen sollen. In diesem Zuge sollen auch die Prozessabläufe im Unternehmen durchgängig – also vom Auftragseingang bis zum After-Sales – digitalisiert werden.

Positiver Ausblick – Abkehr von der bereinigten Ergebnisdarstellung
In seinem Ausblick verweist das Management auf die weiter bestehenden Unsicherheiten im Hinblick auf die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, aber auch auf die Problematik deutlich steigender Rohstoffpreise. Dennoch ist der Vorstand zuversichtlich:

Die umfassenden Kostensenkungsmaßnahmen der vergangenen Jahre tragen Früchte, und das Unternehmen verlässt den Restrukturierungsmodus. Vor diesem Hintergrund wird auch die Darstellung des um Restrukturierungskosten bereinigten EBITs obsolet: Für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 gibt das Unternehmen erstmals wieder einen Ausblick auf das unbereinigte operative Ergebnis (EBIT).

"Die Zumtobel Group hat den Restrukturierungsmodus verlassen. Daher lassen wir auch die bereinigte Ergebnisdarstellung hinter uns. Ab dem laufenden Geschäftsjahr 2021/22 ziehen wir nur noch das unbereinigte operative Ergebnis der Gruppe als relevante Größe heran, weshalb sich auch unser Ausblick darauf bezieht", erklärt Alfred Felder.

Insgesamt sieht der Vorstand die Zumtobel Group für ein nachhaltig profitables Wachstum gut gerüstet: Er erwartet für das Geschäftsjahr 2021/22 eine Steigerung der Umsatzerlöse in einer Größenordnung von 4 % bis 7 % und rechnet mit einer EBIT-Marge von 4 % bis 5 %.

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