< Zurück zur Übersicht

Potenzial für Exporte der Holzindustrie noch lange nicht ausgeschöpft

01. September 2004 | 08:40 Autor: WKÖ Vorarlberg
Österreichs wichtigster Auslandsholzmarkt ist Italien. In Frankreich und Spanien ergeben sich aber auch enorme Chancen - die AWO unterstützt Unternehmen dabei.

Nach dem Rekordjahr 2003 für Holzexporte legen die Ausfuhren auch heuer ungemindert zu. Alleine in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres steigerten sich die Exporte von Nadelschnittholz um 6,9% gegenüber der Vorjahresperiode. Der Exportboom wird insbesondere durch den wichtigsten österreichischen Marktpartner im Holzsektor, Italien und der dort laufenden promo_legno Initiative getragen. Zwei Drittel des heimischen Nadelschnittholzes werden nach Italien exportiert.

 

Die Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der WKÖ will jetzt den österreichischen Holzexporteuren auch andere Märkte schmackhaft machen. Vor allem Frankreich und Spanien bieten sich diesbezüglich an, da dort die Nachfrage schon recht groß und der Markt noch lange nicht gesättigt ist. Aus diesem Grund veranstaltet die AWO in Kooperation mit ProHolz Austria von 15. bis 19. November eine Marktsondierungsreise nach Frankreich, um Austro-Unternehmen den französischen Holzmarkt und die vielfältigen Möglichkeiten näher zu bringen. "Noch haben Deutschland und die skandinavischen Länder in Frankreich am Holzsektor die Nase vorn, aber mit unseren gezielten unterstützenden Maßnahmen auf diesem Gebiet wollen wir der österreichischen Holzwirtschaft helfen, sich auch abseits von Italien auf den Auslandsmärkten besser zu positionieren", sagt Ingomar Lochschmidt, zuständiger AWO-Länderreferent für Westeuropa.

 

Eine im Frühjahr von der Außenhandelsstelle Paris im Auftrag von ProHolz Austria fertiggestellte Marktstudie über die Chancen für österreichische Exporteure - Nadelschnittholz und weiterverarbeitete Produkte - bescheinigt jedenfalls beste Geschäftschancen in mehreren französischen Regionalzentren. Dazu der Österreichische Handelsdelegierte in Paris, Philipp Marboe: "Bei der Novemberreise wollen wir die wichtigsten Verarbeiter und Importeure besuchen und auch mit Vertretern erste Gespräche führen, um gemeinsam in Frankreich Fuß zu fassen. Eine Förderung aus der Internationalisierungsoffensive "go international" wird angestrebt, so dass die Marktsondierungsreise zu einem sehr attraktiven Preis angeboten werden kann."

 

Spanien hat laut Einschätzung der AWO und ihrer Außenhandelsstelle Barcelona langfristig ein ähnlich großes Potential wie Italien, wobei Holz als Baustoff bisher viel zu wenig bekannt ist. Im Rahmen eines Branchenfokus Holz für Spanien soll das Informationsdefizit über Holzprodukte durch gezielte Werbemaßnahmen ausgeglichen und so der Boden für vermehrte Lieferungen aufbereitet werden. Auch die Förderung von Gruppenbeteiligungen an wichtigen Bau- und Holzmessen in Spanien - etwa bei der Construmat in Barcelona, April 2005 - ist geplant.

 

Infos zur Marktsondierungsreise und zur Exportförderung im EU-Raum:

WKO/AWO-Referat Westeuropa

Tel: 0590900-4369, 4180, 4200

mailto:[email protected]wko.at

 


    < Zurück zur Übersicht